Review: LED Lenser M1

[Trigami-Review]
LED was?LED Lenser. Ein Produkt von Harald Opolka und Rainer Opolka. Die beiden Brüder gründeten 1994 die Zweibrüder Optoelectronics GmbH mit dem Hintergrund, Taschenlampen effizienter in Sachen Leuchtkraft und Energieverbrauch zu machen. Viel Entwicklungsarbeit steckt in den Produkten der beiden Brüder und die Webseite stellt die Produkte im „richtigen Licht“ dar. Interessante Nachtaufnahmen verdeutlichen die hohe Leuchtkraft der kompakten Taschenlampen. Dabei deckt die Produktpalette alle Bereiche ab. Egal ob LED-Lampen im Kugelschreiber, für den Schlüsselbund, Stirnlampen damit man die Hände frei hat (als Arbeitslampe, beim Klettern oder Joggen), Taschenlampen in der „normalen“ Größe bis hin zu dem Ungetüm X21 mit einer Leuchtkraft von bis zu 300m wird jeder Einsatzzweck befriedigt.

Ich kam in den Genuss das Modell LED Lenser M1 im Rahmen einer Trigami Kampagne zu testen. Diese gehört zu den Pocketprodukten und zeichnet sich durch eine geringe Gehäusegröße aus. Dabei wurde aber weiterhin der Wert auf die größtmögliche Lichtleistung gelegt. Hier die technischen Daten zu dem Modell LED Lenser M1:

Länge: 97mm
Gewicht: 78gr
Lichtstrom: 155 Lumen
Batterien: 1x CR123
Leuchtdauer: 8 Stunden


Die LED Lenser M1 besitzt einen Mikrocontroller für die Steuerung. Konkret bedeutet dies, dass Wärmeentwicklung, Leistung etc. ständig kontrolliert werden. Anschließend (nach ca. 3-5 Minuten) regelt die Lampe die Helligkeit runter um die Wärmeentwicklung und den Energieverbraucht zu reduzieren. Allerdings muss ich sagen, dass auch die runter geregelte Leuchtkraft absolut ausreichend ist und dabei immer noch heller als andere Taschenlampen die ich bisher im Einsatz hatte. Sollte man dennoch nur mit der vollen Leistung zufrieden sein, muss man die Lampe nachdem sie sich runter geregelt hat ausschalten und wieder einschalten.

Beim Einschalten wird dann sofort wieder die volle Lichtleistung genutzt. Der Stroboskop-Modus wird zur „Selbstverteidigung“ beworben und es wird explizit darauf hingewiesen, diesen nicht an sich oder Freunden auszuprobieren, da hier ebenfalls die volle Leistung benutzt wird. 30-40m entfernte Objekte anzuleuchten ist kein Problem. Noch weiter weg ist wohl Sehkraft-abhängig, aber auch noch weiter sieht man den Lichtschein durchaus.

Die LED Lenser M1 bietet 3 Lichtfunktionen. Die da wären: volle Leistung (beim Einschalten), Energiesparmodus (15% Leuchtkraft) und Stroboskoplicht. Die beiliegende SmartCard verdeutlicht die „Tastenkombinationen“.

In Anbetracht der Lichtleistung ist die M1 wirklich klein. Wobei schon beim ersten Einschalten klar wird, dass da Power drin steckt. Mehr als der „normale“ Taschenlampen-Nutzer sicherlich benötigt. Aber so hat man wenigstens eine „kleine“ Reserve falls es doch mal dazu kommt :). Neben der wirklich guten und durchdachten Verarbeitung ist die Fokussier-Funktion noch zu erwähnen. Normalerweise muss man ja bei Taschenlampen vorne am Kopf drehen um den Fokus anzupassen. Ist gut und erfüllt seine Funktion – keine Frage. Geht aber noch einfacher. Bei der M1 gibt es dafür den Speed Focus. Kleine Sache, gute Wirkung. Mit einer Hand lässt sich der Kopf der Lampe einfach stufenlos nach vorne und wieder zurück schieben. Damit wird der Fokus entsprechend in weicheres, weites Licht oder Spot-Licht geschaltet.

Wer sich die Funktionen nicht merken kann, dem hilft dabei vielleicht die kleine „Smart-Card“-Bedienungsanleitung. Nimmt für unterwegs auch keinen Platz weg und passt gut in die Fototasche (wird z.B. als Fokus-Hilfslicht benutzt) :). Im Energiesparmodus blendet das Licht nicht mehr so stark und leuchtet bei Spaziergängen den Platz vor einem gut aus ohne dabei zu hell zu sein. Außerdem findet man in der Verpackung noch einen Nylonholster um die Lampe sicher am Gürtel zu tragen.

Wer sie lieber am Rucksack befestigen möchte: ein kleiner Karabiner ist auch dabei.

Funfaktor!

Das Gehäuse ist Spritzwasser geschützt. Um das zu testen, wurde vorgeschlagen die M1 mal im eingeschalteten Zustand in einen Eimer Wasser zu tauchen. No risk no fun! Ergebnis: Geht tatsächlich 🙂 Ebenso einen Sturz aus ca. 2m Höhe auf den Fußboden hat sie anstandslos überlebt.

Bietet die Anleitung nicht auf alle Fragen eine Antwort, sei an der Stelle auf das Forum verwiesen. Hier findet der interessierte User Antworten. Zwar ist die Community noch nicht sehr groß, aber beim durchstöbern der FAQ werden schon einige Fragen beantwortet und der Admin bemüht sich auch schnell zu antworten.

Fazit:

Die LED Lenser M1 macht optisch was her und bietet viel Licht. Die Verarbeitungsqualität ist super. Mit einem UVP von 69 EUR gehört sie aber nicht zu der Art Taschenlampe für „nur mal eben in Benutzung“ und schreit so förmlich danach oft benutzt zu werden. Dabei könnte ich mir den Einsatz z.B. beim Geocashen (wenn ich es denn machen würde) vorstellen (natürlich auch beim Campen, Stromausfall, etc. pp.). Wer nur ab und an ein wenig Licht benötigt, dem dürfte auch eine kleinere Version genügen. Energietechnisch vielleicht die richtige Entscheidung, aber aus Sicht der Kosten hat man sich ggf. für den falschen Energielieferanten entschieden. CR123 Batterien gehören nicht zu den Günstigsten – als Akku evtl. noch etwas teurer aber dann lohnenswerter. Ich hab mit solchen Batterien bisher keine Erfahrungen gemacht. Allerdings wird auch darauf hingewiesen, dass Akkus in der Lampe nicht benutzt werden sollten.

Vielleicht habt Ihr hier ja Erfahrungen?

Trotzdem: Für den täglichen Einsatz (z.B. beruflich) eine sehr gute Wahl und je nach Ambitionen und Nutzung natürlich auch für den Privatgebrauch. Letztendlich legt hier ja jeder seine Prioritäten anders. 😉 Oder man sagt sich „ist es mir wert, dafür behalte ich sie auch bis in die Ewigkeit“ (denn das die Lampe was aushält bezweifel ich nicht :)),

9 Kommentare

  1. Eine Taschenlampe, für die man die Anleitung immer dabei haben sollte?
    Ich lebe wohl doch noch in der Technik-Steinzeit 🙂

    • Es soll ja Leute geben, die sich so einfache Sachen nicht merken können oder die Taschenlampe selten verwenden (wobei, naja lassen wir das 😉 )

  2. Ich habe die M5 getestet – bin sogar mit dem Auto drüber gefahren (Bilder gibt es im Blog), das Ding ist echt unkaputtbar!

    Gruß,
    Jens

  3. Ich habe erwartet, dass der Wassertest und der Wurftest auszuhalten sind – aber ein Auto hätte ich nun wirklich nicht gedacht 😀

  4. Ich hatte auch Jahrelange ne MagLite aber auch die LED dinger sind zu teuer…habe mir jetzt einen von Fenix gekauft..die sind auch der hammer

    • Von den Fenix hab ich bei der Recherche auch schon gehört. Sollen auch ziemlich hell sein und ein wenig günstiger. Sind wohl in Geocacher-Kreisen auch recht beliebt.

      Beste Grüße
      Lasse

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